Corona: Schulen in Ludwigslust und Graal-Müritz geschlossen – NDR.de

Corona: Schulen in Ludwigslust und Graal-Müritz geschlossen – NDR.de

Stand: 07.08.2020 16:53 Uhr
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NDR 1 Radio MV


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Das Gymnasium in Ludwigslust bleibt bis einschließlich Mittwoch geschlossen.

Das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust ist heute kurz nach Unterrichtsbeginn bis einschließlich nächsten Mittwoch geschlossen worden. Grund ist nach Angaben des Landkreises Ludwigslust-Parchim, dass sich eine Lehrerin mit dem Coronavirus infiziert hat. Sie hatte nach dem Ende der Sommerferien aber noch nicht wieder an der Schule unterrichtet, so der Landkreis. Die 55 Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums sollen nun vorsorglich getestet werden. Die Schule hat derzeit rund 800 Schüler. Landrat Stefan Sternberg (SPD) bat um Verständnis für die Maßnahme. “Sicherheit geht vor”, so der Landrat, “wir halten alle Eltern, Schüler und Lehrer über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden”.








Zwei Schulen in MV wegen Corona geschlossen

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Kurz nach dem Start ins neue Schuljahr ist schon wieder Pause: Wegen Corona-Infektionen mussten das Gymnasium in Ludwigslust und die Grundschule in Graal-Müritz schließen.

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Grundschüler in Graal-Müritz erkrankt

Auch die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz wurde für zwei Wochen geschlossen. Das teilte der Landkreis Rostock mit. Ein Schüler hatte sich ebenfalls mit dem Virus infiziert. Das Kind, seine 104 Mitschüler sowie zehn Lehrer und anderweitige Bedienstete wurden unter Quarantäne gestellt. Das Gesundheitsamt des Landkreises ist dabei, weitere Kontaktpersonen des Schülers zu ermitteln. Für die übrigen Kinder wurde der heutige Unterricht noch unter freiem Himmel und in getrennten Schülergruppen fortgesetzt. Inzwischen wurden alle von ihren Eltern abgeholt.

Quarantäne in der Familie – wie geht das?

Abschottung nach außen: Tritt in einer Familie eine Corona-Infektion auf, gelten alle Familienmitglieder als Kontaktpersonen. Das heißt zunächst: Der Kontakt nach außen sollte auf das Notwendigste beschränkt werden. Besuch darf nicht empfangen werden.

Vorsicht in der Familie: Noch schwieriger ist die Einhaltung der Quarantäne-Regeln innerhalb der Familie, denn auch hier sollte jeder Kontakt vermieden werden. Ist ein Kind betroffen, dürfen sich ein Elternteil oder eine andere wichtige Bezugsperson kümmern. Für alle anderen Familienmitglieder gilt: Kontaktsperre! Auch in der Wohnung sollte daher eine zeitliche und räumliche Trennung eingehalten werden – zum Beispiel bei den Mahlzeiten, die die Familien am Besten getrennt voneinander einnehmen. Die Familienmitglieder sollten zudem vermeiden, alle gleichzeitig im selben Raum zu sein. Sind andere Familienmitglieder noch nicht betroffen, etwa weil sie noch keinen Kontakt hatten, sollten diese an einem anderen Ort untergebracht werden.

Das Gesundheitsamt hält während der Quarantäne Kontakt zu den betroffenen Familien, am besten telefonisch. Das Amt sollte auch informiert werden, wenn bestimmte Symptome auftreten, die auf eine Infektion mit dem Corona-Virus hindeuten können.

Eltern, die wegen geschlossener Schulen und Kitas nun wieder zu Hause bleiben müssen und nicht arbeiten können haben Anrecht auf eine Entschädigung. Den Antrag gibt es beim Landesgesundheitsamt. (https://ifsg-online.de)

Sollte wegen anderer gesundheitlicher Proleme über Notruf 112 Hilfe geholt werden, dann müssen die Rettungskräfte über die Quarantäne informiert werden.

(Quelle: Landkreis Rostock)

Bildungsministerin: Schnelles Handeln wichtig

Der Landkreis Rostock will die Eltern über das richtige Verhalten in der Quarantänezeit und den Umgang mit etwaigen Verdienstausfällen informieren. “Wir haben von Anfang an gesagt, dass es Verdachtsfälle in den Schulen geben wird”, sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). “Wichtig ist, dass in diesen Fällen sofort reagiert und gehandelt wird. Der Schutz der Schülerinnen und Schüler sowie der Beschäftigten steht an erster Stelle.”

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Schwesig: Keine flächendeckenden Schulschließungen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) verteidigte das geltende Schulkonzept des Landes, das keine flächendeckenden Schulschließungen vorsieht. Es sei klar, dass die Öffnung der Schulen im Land mit rund 155.000 Schülern für den Regelbetrieb eine der größten Herausforderungen in der Corona-Pandemie sei. Dabei habe von Anfang an gegolten, auf Nummer Sicher zu gehen. “Das heißt, dass in dem Moment, wo ein Verdachtsfall auftritt, (…) die Gesundheitsämter konsequent handeln, indem sie sagen: Kurzzeitig bleiben alle zu Hause. Wir testen durch und schauen, ob es weitere Fälle gibt.” Ziel sei es, wenn es Fälle wie etwa den in der Schule in Graal-Müritz gebe, dass dort vor Ort gehandelt werde. “Aber alle anderen Schulen können weitermachen.”

Landeselternrat für umfassendere Tests

Der Landeselternrat MV plädiert für umfassendere Tests bei Schülern und Lehrern. Mit Folgetests lasse sich nach einem bekannt gewordenen Infektionsfall klären, ob es weitere Ansteckungen gibt. Bei entsprechenden Befunden könnten die Schließungen verkürzt oder auf einzelne Klassen beschränkt werden, sagte der Elternratsvorsitzende Kay Czerwinski am Freitag. “Die Kinder müssen so schnell wie möglich wieder zum Präsenzunterricht kommen. Denn das ist das, was wir brauchen, gerade für Kinder in den Grundschulen”, betonte der Elternvertreter.

Lehrerverband: Hygienemaßnahmen reichen nicht aus

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, forderte schärfere Hygienemaßnahmen in den Schulen in ganz Deutschland gefordert. “Wenn man Schulen wieder komplett öffnet, dann muss man als Ersatz für die wegfallende Mindestabstandsregelung im Klassenzimmer wirksame alternative Hygieneschutzmaßnahmen ergreifen”, sagte Meidinger. In Mecklenburg-Vorpommern sei da zu wenig geschehen.

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