Corona: Tonne fordert Umsetzung von Hygieneplänen – NDR.de

Corona: Tonne fordert Umsetzung von Hygieneplänen – NDR.de

Stand: 09.09.2020 12:29 Uhr
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NDR 1 Niedersachsen

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) spricht während einer Pressekonferenz. © dpa-Bildfunk Foto: Peter Steffen


Niedersachsens Kultusminister Tonne hat die Schulen im Land zur Umsetzung der Hygiene-Richtlinien aufgefordert.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat angesichts mehrerer Corona-Fälle an Schulen die Umsetzung der Hygienepläne verlangt. Die vorgelegten Pläne sagten genau, wer für was Sorge zu tragen habe, erklärte der SPD-Politiker im Interview der “Braunschweiger Zeitung” (Mittwoch). “Wenn es nicht getan wird, müssen wir im zweiten Schritt sagen: nun, liebe Leute, macht ihr das.” Tonne betonte, er habe viele Rückmeldungen, wonach die Schulen gut mit den Vorgaben arbeiten könnten: “Wenn es nicht läuft, wird dem nachgegangen.” Er forderte, dass die Versorgung mit Seife, Papierhandtüchern und Desinfektionsmitteln sichergestellt sein müsse. Jeder müsse seine Hausaufgaben machen, sagte Tonne. Es gebe auch viele Schulträger, die das vorbildlich lösen.

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Tonne: “Debatten helfen nicht weiter”

Wie Tonne im Interview deutlich machte, habe das Land den Rahmenhygieneplan gemeinsam mit Landesgesundheitsamt und Kommunalen Spitzenverbänden erarbeitet. “Die wussten, was auf sie zukommt. Debatten helfen uns da nicht”, sagte der Minister. Laut Ministerium ist derzeit nur ein Gymnasium im Landkreis Osnabrück von einer Schließung betroffen. Mehrere Schülerinnen und Schüler hatten sich mit dem Coronavirus infiziert.

Recht auf Bildung mit Restriskio

Tonne verteidigte die Entscheidung, die Schüler im neuen Schuljahr wieder in Unterricht mit ganzen Klassen zu schicken: “Wenn ich absolute Sicherheit möchte, dann muss ich die Schulen zuschließen und keinen reinlassen. Wenn ich Menschen zusammenkommen lasse, egal unter was für Vorkehrungen, bleibt ein Restrisiko, dass es zu Infektionen kommt. Das müssen wir sauber abwägen mit dem Recht auf Bildung.”

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