News am Morgen – Nachrichten vom 18. Juli 2020 – Süddeutsche Zeitung

Was wichtig ist

EU-Gipfel auf Samstagvormittag vertagt. Beim Treffen der Staats- und Regierungschefs geht es um das EU-Budget für die Jahre 2021 bis 27, das mehr als eine Billion Euro umfassen soll, sowie das Corona-Aufbaupaket in Höhe von etwa 750 Milliarden. Beide sind eng miteinander verwoben, EU-Ratspräsident Michel hatte darum von vornherein zu einem Treffen mit offenem Ende geladen. Um kurz vor Mitternacht wird der Gipfel vertagt. Von Karoline Meta Beisel und Matthias Kolb

Oppenau: 31-Jähriger nach Raub von Polizeiwaffen gefasst. Mehr als 2500 Einsatzkräfte hatten den Mann im Schwarzwald seit Sonntag gesucht. Bei seiner Festnahme saß er mit den Waffen vor sich in einem Gebüsch, berichtet Oliver Klasen.

Biden geht im US-Wahlkampf in die Offensive. Der demokratische Kandidat skizziert, was es für das Land bedeuten könnte, wenn er zum Präsidenten gewählt würde. Dem linken Parteiflügel kommt er entgegen. Wohl aus Kalkül. Von Christian Zaschke

US-Bürgerrechtler John Lewis gestorben. Lewis war einer der prominentesten Gegner der Rassendiskriminierung in den Vereinigten Staaten. Zuletzt stellte er sich auch gegen US-Präsident Donald Trump. Lewis wurde 80 Jahre alt.

Leeds United nach 16 Jahren wieder erstklassig. Der dreimalige englische Meister führt die zweitklassige Championship bei noch zwei ausstehenden Spielen uneinholbar an – und steigt damit in die Premier League auf.

Große kleine Schwester. Diktator Kim Jong-un tritt nur noch selten auf, dafür ist Kim Yo-Jong umso präsenter. Soll sie das Familienerbe antreten? Über eine Frau in rätselhafter Führungsposition. Von Christoph Giesen und Georg Mascolo (SZ Plus)

Die News zum Coronavirus

Neuer Ausbruch in Niedersachen. Nach acht Infektionen in einem Gebäudekomplex in Verden stehen 100 Personen unter Quarantäne. NRW bietet Lehrern und Erziehern kostenlose Tests an. Offenbar gab es keine Hackerangriffe auf Corona-Forscher in Deutschland. Meldungen aus Deutschland im Überblick

Was wichtig wird

Demonstrationen gegen Wirtschaftspolitik in der Corona-Krise. In 17 deutschen Städten sind am Samstag Proteste unter dem Motto “Eure Krise: Nicht auf unserem Rücken!” geplant. Die Organisatoren wollen gegen die “Abwälzung der Kosten der Corona- und Wirtschaftskrise auf der arbeitenden Bevölkerung” demonstrieren. Sie kritisieren Finanzhilfen für Großkonzerne und die verbreitete Kurzarbeit.

Treffen der G-20-Finanzminister in Dschidda. Die Vertreter der großen Industrie- und Wirtschaftsmächte sprechen am Wochenende in Saudi-Arabien über Hilfen für arme Länder in der Corona-Krise und die Besteuerung großer, internationaler Digitalfirmen. Die Bundesregierung erhofft sich unter anderem einen Fahrplan für die geplante weltweite Steuerreform, die wegen der Pandemie ins Stocken geraten ist.

Guterres hält Grundsatzrede zu Ungerechtigkeit in der Welt. Der UN-Generalsekretär spricht bei einer Veranstaltung anlässlich des Nelson Mandela Day in Johannesburg. Der Tag im Namen des Kämpfers gegen das südafrikanische Apartheid-Regime wurde ins Leben gerufen, um Menschen dazu zu ermutigen, sich für Veränderung und Verbesserung in der Welt einzusetzen.

Frühstücksflocke

Das schönste Egal-Gefühl. Der Inhalt ist meist warm, abgestanden und über das Verhältnis von Spucke/Getränk sollte man besser nicht nachdenken. Trotzdem vermisst es unsere Autorin, gemeinsam mit anderen aus einer Flasche zu trinken. Von Lara Fritzsche