+++ News-Update am Dienstag +++: Infektionen in Israel erreichen erneuten Höchstwert – DER SPIEGEL

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Japans Olympia-Ministerin will Spiele 2021

09.34 Uhr: Nach Auffassung von Japans Olympia-Ministerin Seiko Hashimoto sollten die wegen der Pandemie aufs nächste Jahr verschobenen Sommerspiele in Tokio “um jeden Preis” stattfinden. “Ich möchte alle unsere Anstrengungen auf Maßnahmen gegen das Coronavirus richten”, sagte die Ministerin in Tokio. Alle Beteiligten arbeiteten zusammen, um die Spiele vorzubereiten, und auch die Athleten stellten sich unter den ihnen gegebenen Umständen auf das nächste Jahr ein. “Ich denke, wir sollten die Spiele um jeden Preis abhalten”, so Hashimoto.

Sie reagierte damit auf Äußerungen von IOC-Vizepräsident John Coates, wonach die Spiele in Tokio wie geplant ab dem 23. Juli 2021 mit oder ohne das Coronavirus stattfinden.

Stadien in Italien bleiben bis Anfang Oktober geschlossen

09.29 Uhr: Der Saisonstart in der italienischen Serie A Mitte September findet definitiv ohne Zuschauer statt. Die Fußball-Stadien in dem Land, das zu Beginn der Pandemie besonders stark von der Verbreitung des Coronavirus betroffen war, bleiben bis mindestens 7. Oktober für Zuschauer geschlossen. Das geht aus einem Dekret zur Verlängerung der Schutzmaßnahmen hervor, das Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Montagabend unterzeichnete. “Ich finde, die Öffnung wäre derzeit absolut unangemessen”, hatte Conte bereits am vergangenen Wochenende zu einer möglichen Fan-Rückkehr gesagt. Die Saison in der Serie A beginnt am 19. September.

Einschränkungen sorgen für Anstieg der Arbeitskosten

09.27 Uhr: Arbeit in Deutschland hat sich im zweiten Quartal aufgrund der Einschränkungen – statistisch gesehen – deutlich verteuert. Die Kosten je geleisteter Arbeitsstunde stiegen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – und damit so stark wie noch nie zum Vorjahr seit dem Beginn der Erhebung dieser Daten im Jahr 1996.

Weil Firmen ihren Betrieb herunterfuhren und Arbeitnehmer in Zwangsurlaub schickten oder Eltern wegen geschlossener Kitas und Schulen Kinder zeitweise zu Hause betreuen mussten, ging die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in den Keller. Das verzerrt in gewisser Weise die Statistik. Dieser Effekt war bereits im ersten Quartal 2020 zu beobachten. Zum Vorquartal erhöhten sich die Arbeitskosten im Zeitraum April bis einschließlich Juni um 1,9 Prozent.

07.29 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Das Gesundheitsministerium teilte mit, am Vortag seien 3392 neue Fälle registriert worden. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert in dem Land seit Ausbruch der Pandemie. Der bisherige Rekord stammte vom 2. September mit 3173 neuen Fällen. Mit 463 Fällen ist nun auch die Zahl der Schwerkranken so hoch wie nie zuvor.

Politische Streitigkeiten behindern in Israel den effektiven Kampf gegen das Coronavirus. Statt ursprünglich vorgesehener Lockdowns in 40 Ortschaften mit besonders hohen Infektionszahlen sollen dort von Dienstagabend an lediglich nächtliche Ausgangssperren verhängt werden. Diese sollen von 19.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens (Ortszeit) gelten.

Indien meldet so viele Tote an einem Tag wie seit Juli nicht mehr

07.07 UhrIndien meldet 1133 weitere Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden – so viele wie nie an einem einzigen Tag seit mehr als einen Monat. Insgesamt sind in dem Land nach Angaben des Gesundheitsministeriums nunmehr 72.775 Menschen nach einer Corona-Ansteckung gestorben. Die Zahl der Infektionen steigt um 75.809 auf 4,28 Millionen. Nach den USA ist das weltweit die höchste Zahl.

Schecks mit US-Hilfen an mehr als 100 Österreicher gesendet

07.00 Uhr: Von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Schecks zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise sollen nicht nur bei US-Bürgern, sondern auch bei Österreichern gelandet sein. Mehr als 100 solcher Schecks über jeweils 1200 Dollar sind nach Angaben des ORF inzwischen bei Banken eingelöst worden.

Zu den Empfängern zählt auch ein Rentner aus Linz in Oberösterreich, der für kurze Zeit in den USA gearbeitet hatte. Er habe zuerst an einen schlechten Scherz geglaubt, sagte der Mann in der ORF-Nachrichtensendung “ZiB2”. Die Bank habe die Echtheit des Schecks aber überprüft, und wenig später habe er das Geld auf dem Konto gehabt. Grund des Geldsegens könnte eine Datenpanne bei den amerikanischen Behörden sein.

Die Hilfsschecks waren Ende März im Zuge des größten Rettungspakets der US-Geschichte beschlossen worden. Das Geld sollte inmitten der Coronavirus-Pandemie Menschen vor möglichen finanziellen Engpässen bewahren und den Konsum unterstützen. Menschen mit einem Jahresgehalt von bis zu 75.000 Dollar erhielten Schecks von 1200 Dollar, berufstätige Paare mit einem Gehalt bis 150.000 Dollar entsprechend 2400 Dollar.

Irrtümlich gingen auch Zahlungen an mehr als eine Million Tote. Offenbar hatten das Finanzministerium und die Steuerbehörde vor dem Verschicken der Hilfe-Schecks nicht ihre Daten mit den Verstorbenenmeldungen der Sozialversicherungsbehörde abgeglichen.

Für Kritik hatte damals gesorgt, dass auf die Schecks der Name von US-Präsident Donald Trump gedruckt wurde. So etwas hatte es bei Auszahlungen der Steuerbehörde noch nie gegeben. Berichten zufolge verzögerte das Hinzufügen des Schriftzugs “Präsident Donald J. Trump” zudem die Ausstellung der Schecks um einige Tage.

1499 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

06.18 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb eines Tages 1499 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Coronakrise haben sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) mindestens 252.298 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 8.9., 0 Uhr). Bis Dienstagmorgen hatten etwa 226.500 Menschen die Infektion überstanden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt bei 9329. Seit dem Vortag wurden vier weitere Todesfälle gemeldet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Montag bei 1,12 (Vortag: 1,1). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Ärzte für “kluge Konzepte” zur Stärkung der Gesundheitsämter

04.40 Uhr: Die Bundesärztekammer dringt auf konkrete nächste Schritte, um eine Stärkung der Gesundheitsämter voranzubringen. “Wir begrüßen sehr, dass Bund und Länder mit dem Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst ein bisher beispielloses Hilfspaket für mehr Personal und bessere digitale Ausstattung geschnürt haben”, sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt der dpa. “Aber niemand sollte glauben, dass sich die Besetzung von 5000 neuen Stellen einfach beschließen lässt.” Für den Ausbau des ärztlichen Personals in den Ämtern brauche es kluge und nachhaltige Konzepte.

Reinhardt warb vor einer Videokonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Lage der Gesundheitsämter für einen eigenständigen Tarifvertrag für Ärzte für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Für eine dauerhaft bessere Personalausstattung sei eine tariflich gesicherte, arztspezifische Vergütung dringend erforderlich. “Nur so können Gesundheitsämter mit anderen medizinischen Einrichtungen um hoch motivierte Ärztinnen und Ärzte konkurrieren.” Neben dem personellen Ausbau müsse die digitale Vernetzung absolute Priorität haben. Nötig seien “einheitliche und vor allem schnelle Meldeketten”.

Japan investiert über sechs Milliarden Dollar in Impfstoffe

04.25 Uhr: Japan genehmigt nach Angaben des Finanzministeriums Ausgaben für Coronavirus-Impfstoffe in Höhe von 6,32 Milliarden Dollar. Die Regierung hatte zuvor angekündigt, bis Mitte nächsten Jahres ausreichend Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung zu sichern und diese kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Brasilien meldet über 10.000 Neuinfektionen

04.15 Uhr: Brasilien meldet binnen 24 Stunden 10.273 positiv auf das Coronavirus getestete Fälle. Weitere 310 Menschen sind an oder mit dem Virus verstorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die lateinamerikanische Nation ist mit 4,15 Millionen festgestellten Infektionen und 126.960 Todesfällen weltweit nach den USA und Indien das am drittstärksten von der Pandemie betroffene Land.

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