+++ News-Update am Mittwoch +++: Australischer Bundesstaat Victoria kündigt Lockerungen an – DER SPIEGEL

+++ News-Update am Mittwoch +++: Australischer Bundesstaat Victoria kündigt Lockerungen an – DER SPIEGEL

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

Australischer Bundesstaat Victoria kündigt Lockerungen an

05.09 Uhr: Das Gesundheitsamt des australischen Bundesstaats Victoria geht von einer Lockerung der Corona-Beschränkungen zum Ende des Monats aus. Die durchschnittlichen Fälle in den letzten zwei Wochen in Melbourne, der größten Stadt des Bundesstaates, fielen nach Angaben der Gesundheitsbehörden unter 50 und lägen damit in einem Bereich, in dem Lockerungen möglich würden.

Bleibt die durchschnittliche Ansteckungsrate bis zum 28. September unter 50, dürfen Fabriken, Lagerhäuser und Baustellen die Arbeit wieder aufnehmen, auch Kinderbetreuungseinrichtungen könnten wieder öffnen, hieß es. Die Bewohner dürften sich allerdings weiterhin nur innerhalb eines fünf Kilometer großen Umkreises um ihren Wohnsitz bewegen und zwei Stunden am Tag draußen Sport treiben. Die Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr bleibe bestehen, hieß es.

1901 Neuinfektionen in Deutschland

04.38 Uhr: Deutschland verzeichnet 1901 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden. Damit steigt nach Angaben des Robert Koch-Institut (RKI) die Zahl der Fälle auf 263.663. Zudem habe es sechs weitere Todesfälle gegeben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich nach Angaben des RKI auf 9,368.

Trump geht von Impfstoff in nächsten drei, vier Wochen aus

03.50 Uhr: US-Präsident Donald Trump geht von einem wirksamen Coronavirus-Impfstoff in den nächsten drei bis vier Wochen aus. “Wir stehen kurz vor einem Impfstoff”, sagte er dem Sender ABC News. “Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen, hätte die vorherige Regierung aufgrund der FDA und aller Zulassungen vielleicht Jahre gebraucht, um einen Impfstoff in den Händen zu halten. Und wir könnten ihn innerhalb von Wochen, drei Wochen, vier Wochen haben.”

Die Pharmakonzerne Pfizer und BionTech hatten vergangene Woche bekräftigt, bei erfolgreichen Ergebnissen ihrer Phase-drei-Studie eines gemeinsamen Impfoffkandidaten bereits im Oktober die Zulassung zu beantragen.

Kritiker werfen Trump vor, den Impfstoff für seinen Wahlkamp zu instrumentalisieren. Am 3. November finden in den USA die Präsidentschaftswahlen statt, in Umfragen liegt Trump hinter seinem demokratischen Konkurrenten Joe Biden. Experten warnten, dass jegliche politische Einmischung in die Zulassung eines Impfstoffs dessen Legitimität und Sicherheit infrage stellen könnte

Kommission erwartet mehrere Impfstoffe

01.49 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts (RKI) geht davon aus, dass es in Deutschland mehrere unterschiedliche Impfstoffe gegen das Coronavirus geben wird. “Angesichts der großen Zahl von potenziellen Sars-CoV-2-Impfstoffkandidaten ist es wahrscheinlich, dass am Ende mehrere Impfstoffe in Deutschland zugelassen werden”, sagte die Vize-Vorsitzende der Kommission, Sabine Wicker, der Funke-Mediengruppe. Dabei könne es sein, dass einzelne Impfstoffe insbesondere für bestimmte Bevölkerungsgruppen geeignet wären – zum Beispiel für Ältere.

Die Bundesregierung erwartet, dass ein Impfstoff gegen das Coronavirus in Deutschland für Teile der Bevölkerung in den ersten Monaten des nächsten Jahres zur Verfügung steht, für die breite Masse aber voraussichtlich erst Mitte des Jahres. Entsprechend äußerten sich Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Dienstag in Berlin. Spahn hatte erklärt, dass zuerst Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Menschen und Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege zum Zuge kommen sollen. Mit dieser Frage beschäftigt sich die Impfkommission.

Laut Weltgesundheitsorganisation wird weltweit derzeit in rund 170 Projekten nach einer wirksamen Substanz gesucht. Bei 26 Projekten laufen demnach bereits Testimpfungen, um die gesundheitliche Verträglichkeit und Wirksamkeit zu untersuchen.

China verbietet Import von Geflügelwaren aus US-Fabrik

00.55 Uhr: China verbietet den Import von Geflügelwaren einer weiteren US-Fleischverarbeitungsfabrik. Produkte von OK Foods im US-Bundesstaat Arkansas dürfen wegen Corona-Fällen bei Arbeitern nicht mehr eingeführt werden, teilte der Exportrat der USA für Eier und Geflügel mit. Das Werk von OK Foods ist die zweite betroffene Geflügelfabrik in den USA, nachdem die Regierung in Peking im Juni Einfuhren aus einem Werk von Tyson Foods gestoppt hatte. “Wir glauben nicht, dass das Verbot für einer dieser beiden gerechtfertigt ist, insbesondere angesichts der Tatsache, dass das Virus nicht in Geflügelfleisch übertragen werden kann”, sagt der Präsident des Rates, Jim Sumner.

Fedex profitiert von Coronakrise

00.05 Uhr: Der florierende Onlinehandel und Paketversand während der Coronakrise haben dem US-Logistikriesen Fedex kräftige Geschäftszuwächse beschert. In den drei Monaten bis Ende August kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um 13,5 Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar (16,3 Milliarden Euro), wie der Konkurrent der Deutschen Post nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Nettogewinn legte von 745 Millionen auf 1,25 Milliarden Dollar zu.

Damit wurden die Prognosen der Analysten deutlich übertroffen. Bei Anlegern kamen die Quartalszahlen gut an, die Aktie legte nachbörslich zunächst stark zu. Einen Geschäftsausblick gab Fedex mit Verweis auf die anhaltend hohe Ungewissheit aufgrund der Pandemie weiterhin nicht ab. “Wir gehen aber davon aus, weiter von unserer starken Position auf den US- und den internationalen Paket- und Frachtmärkten zu profitieren”, erklärte Finanzchef Alan B. Graf.