Rekordanstieg bei Corona-Infektionen – DW (Deutsch)

Rekordanstieg bei Corona-Infektionen – DW (Deutsch)

Die bisher größte Zahl von Neu-Infektionen binnen eines Tages hatte die UN-Gesundheitsorganisation vergangenen Sonntag noch mit gut 230.000 Fällen verzeichnet. Zuletzt habe die Zahl der neu registrierten Erkrankungen vor allem in den USA, Brasilien, Indien und Südafrika zugenommen, so die WHO. Die Zahl der Todesfälle bleibe derzeit dagegen konstant bei durchschnittlich rund 5000 täglich.

Mehr als 1,3 Millionen Ärzte und Pflegekräfte weltweit sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation bislang an COVID-19 erkrankt. WHO-Chef Tedros Adhanom sagte, Beschäftigte im Gesundheitssektor machten bisher etwa zehn Prozent aller weltweiten Fälle aus. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore zählte bis Freitag 13,8 Millionen erfasste Corona-Infektionen auf der ganzen Welt.

Corona-Krise in den USA

Einen traurigen Rekord verzeichnen erneut die USA: Dort stieg die Zahl der Infizierten den dritten Tag in Folge an. Innerhalb von 24 Stunden wurden 77.638 Neuinfektionen registriert, wie aus den aktuellen JHU-Daten hervorgeht.

Erst am Tag zuvor hatten die USA mit mehr als 68.400 Corona-Fällen einen Höchststand bei den täglich festgestellten Neuinfektionen verzeichnet. 927 weitere Menschen starben bis Freitag an den Folgen der Infektion. Insgesamt liegt die Zahl der Todesfälle damit bei fast 140.000.

Elektronenmikroskop-Aufnahme des Coronavirus (picture-alliance/ZUMA/NIAID-RML)

Elektronenmikroskop-Aufnahme des Coronavirus: Mehr als 1,3 Millionen Ärzte und Pflegekräfte erkrankt

Die Corona-Pandemie hat ein Bundesgefängnis in Texas schwer in Mitleidenschaft gezogen. Wie der Senders NBC meldet, infizierten sich 1072 von insgesamt 1798 Insassen der Strafanstalt in Seagoville im Norden des Bundesstaats. Ein Gefangener sei gestorben. Die Justizvollzugsanstalt ist nach Medienberichten das am schlimmsten vom Coronavirus betroffene Bundesgefängnis in den USA. Auch zehn Angehörige des Wachpersonals seien positiv getestet worden.

In den USA breitet sich das neuartige Virus seit einigen Wochen verstärkt aus. Betroffen sind vor allem Bundesstaaten im Süden und Westen. Insgesamt liegt die Zahl der erfassten Infektionsfälle in den Vereinigten Staaten den Angaben der Johns-Hopkins-Universität zufolge inzwischen bei 3,64 Millionen.

USA bisher am härtesten von Corona betroffen

Die USA sind demnach das mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Dies gilt sowohl für die Infektions- als auch die Totenzahlen. Zuletzt waren immer neue Rekordstände bei den Ansteckungszahlen verzeichnet worden.

In Lateinamerika ist die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit der Pandemie inzwischen auf mehr als 150.000. Mehr als die Hälfte davon meldet Brasilien.

Blick auf den Tocumen-Flughafen in Panama Stadt (picture-alliance/AP Photo/A. Franco)

Tocumen-Flughafen in Panama Stadt: Weiter keine internationalen Verbindungen

Um die Pandemie zu bremsen, versucht Panama sich weiter abzuschotten. Die Zivilluftfahrtbehörde teilte mit, dass internationale Flugverbindungen einen weiteren Monat ausgesetzt werden. Die Regelung gilt seit März. In dem mittelamerikanischen Land, das gut vier Millionen Einwohner hat, wurden bislang 51.408 Infektionen registriert.

Nach den USA und Brasilien ist Indien das dritte Land, in dem die offizielle Zahl der Infektionen über einer Million liegt. An den Folgen der Ansteckung sind nach Angaben des indischen Gesundheitsamtes mehr als 25.000 Menschen gestorben. Innerhalb von 24 Stunden seien zuletzt mehr als 30.000 Neuinfektionen hinzugekommen.

Leichter Infektionsanstieg in Deutschland

Auch in Deutschland gibt es so viele Neuinfektionen wie lange nicht mehr – ein Anstieg allerdings auf niedrigem Niveau. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin erhöhte sich die Zahl um 529. Auch der R-Wert ist in Deutschland inzwischen wieder höher als 1 und stieg auf 1,25. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Durchschnitt etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt.

hf/AR (rtr, dpa, afp)