Schnupfen in Schule und Kita: Corona-Regeln werden gelockert – NDR.de

Schnupfen in Schule und Kita: Corona-Regeln werden gelockert – NDR.de

Stand: 27.08.2020 11:56 Uhr
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NDR 1 Welle Nord

Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat ihren sogenannten Schnupfenplan aktualisiert. Dieser ist eine Art Wegweiser für Eltern, was in Zeiten der Corona-Pandemie zu tun ist, wenn die Nase läuft oder der Hals beim Nachwuchs kratzt. In den vergangenen Wochen mussten Kinder bereits bei leichtesten Erkältungssymptomen zu Hause bleiben. Sie durften erst wieder in Kitas oder Schule, wenn sie 48 Stunden ohne Symptome waren. Diese Vorgaben wurden nun angesichts der bevorstehenden Erkältungszeit angepasst.








Garg: Kinder mit Rotznase dürfen in die Schule

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Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) erklärt die Anpassungen der Landesregierung beim “Schnupfenplan”. Haben die Kinder lediglich eine “Rotznase”, dürfen sie weiter zur Schule gehen.

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Kinder mit “nur” Schnupfen dürfen zur Schule

Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) sagte NDR Schleswig-Holstein: “Kinder, die lediglich die berühmte Rotznase haben, die können weiterhin in die Schule beziehungsweise in die Kita gehen. Wenn andere Symptome dazu kommen oder gleichzeitig auftreten, wie beispielsweise ein trockener Husten, Halsschmerzen oder auch der Geruchs- und Geschmacksverlust, dann müssen die Kinder für mindestens 24 Stunden zu Hause bleiben.” Sollte der Kinderarzt entscheiden, dass ein Corona-Test durchgeführt wird, muss das Ergebnis abgewartet werden. Bei negativem Befund kann das Kind sofort wieder los. Außerdem gilt der Grundsatz, dass gesunde Geschwisterkinder Kita und Schule besuchen dürfen.

Der Schnupfenplan ist laut Ministerium gerade im Druck und soll ab dem Nachmittag an die Schulen versendet werden. Er gilt dann ab morgen.

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Anne Marcic ist die Infektionsreferentin des Gesundheitsministeriums. Sie erklärt den neuen Schnupfenplan und warum Kinder mit Erkältungssystematik nicht ausgeschlossen werden sollen.
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Unsicherheit der Eltern soll behoben werden

Seit dem Ende der Sommerferien waren viele Eltern wegen des Schnupfenplans verunsichert. Das bestätigte auch der Lübecker Kinderarzt Thomas Parlowsky, in dessen Praxis es aktuell schon vor der typischen Erkältungszeit sehr voll ist: “Die Hauptfrage ist: Darf mein Kind wieder zur Schule? Da haben wir viele Eltern mit fast gesunden Kindern zu beraten.” Er erwartet durch den neuen Schnupfenplan eine Entlastung der Praxis und der Eltern.

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Das Bildungsministerium hat eine Empfehlung verfasst, wann Kinder bei Krankheitssymptomen in die Schule oder die Kita dürfen: das sogenannte “Schnupfenschema”.
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Landeselternbeirat: Neue Regelung entlastet Eltern

Die Landeselternbeiräte finden, dass die neue Regelung die Eltern entlastet. Wenn nicht gleich jede Mini-Erkältung ein Betreuungsproblem verursacht, dann nehme das bei vielen Familien deutlich Druck raus. Der Plan sei klarer als vorher, so Landeselternbeirätin Claudia Pick.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist der Meinung, dass der Schlingerkurs weitergehe. Es seien klare Kriterien nötig, sonst kommen zu viele kranke Kinder in die Schule, dass sei auch ohne Corona zum Teil schon so, meinte der Berufsverband.

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Der sogenannte Schnupfenplan der Landesregierung ist aufgrund der bevorstehenden Erkältungszeit aktualisiert worden. Er enthält neue Verhaltensregeln für Eltern und Schüler bei leichten Erkältungssymptomen.
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Seit dem 24. August gilt eine überarbeitete Landesverordnung. Sie enthält unter anderem die Maskenpflicht an Schulen. Ein Überblick über die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.
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Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Prien spricht sich für mehr Kinderkranktage für berufstätige Eltern aus. Vor der bevorstehenden Erkältungssaison benötige man eine neue Regelung.
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Der Unternehmensverband Nord ist gegen eine Erhöhung von Kinderkranktagen. Für Elternvertreter wären mehr Betreuungstage die logische Konsequenz aus der Schnupfen-Empfehlung der Landesregierung.
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Nachrichten für Schleswig-Holstein |
27.08.2020 | 12:00 Uhr

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