Überschätzte Wissenschaft | NZZ – Neue Zürcher Zeitung

Gastkommentar

Bei konkreten Fragestellungen sind wissenschaftliche Erkenntnisse unerlässlich. Aber sie führen nicht per se zu konkreten Entscheidungen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse betreffen immer nur einen Ausschnitt aus der Wirklichkeit.

Wissenschaftliche Erkenntnisse betreffen immer nur einen Ausschnitt aus der Wirklichkeit.

Alexandra Wey / Keystone

Im Zuge der Covid-19-Pandemie steht die Politik vor der Frage, wie mit dem Coronavirus umzugehen sei. Zu Recht lässt man sich von Wissenschaftern beraten. Die Politiker mussten aber rasch erkennen, dass nicht nur verschiedene Wissenschaften zu befragen waren (Epidemiologie, Finanzwissenschaft und Ökonomie), weil es die Wissenschaft «Umgang mit dem Coronavirus» nicht gibt. Ausserdem machten sie die Erfahrung, dass verschiedene Wissenschafter auch verschiedene Meinungen vertraten. Um zu konkreten Massnahmen zu kommen, mussten verschiedene Informationen und verschiedene Meinungen angehört und diskutiert werden. Um Beschlüsse zu fassen, musste ganz wesentlich auch der gesunde Menschenverstand eingesetzt werden.