Unser Ozean ist der Schlüssel zur Entdeckung außerirdischen Lebens – National Geographic Deutschland

Unser Ozean ist der Schlüssel zur Entdeckung außerirdischen Lebens – National Geographic Deutschland

Eines unserer Ziele mit BRUIE und mit Orpheus ist es, viele der Lektionen aus der Raumfahrt zu nutzen, was die Herstellung von Robotersystemen betrifft, die kleiner, leichter, energiesparender, autonom und in der Lage sind, Wissenschaft vor Ort zu betreiben. All das sind Eigenschaften, die wir für die Erforschung von Welten jenseits der Erde benötigen. Und wir versuchen, einige dieser Eigenschaften zu nutzen, um die Erforschung unserer Ozeane voranzubringen.

Was ist nötig, um einen ähnlichen Forschungsroboter in einen Ozean im äußeren Sonnensystem zu bringen?

Die Sache ist die: Keine dieser Technologien ist Zauberei. Wir müssen nicht die Gesetze der Physik brechen oder uns irgendeine verrückte neue Erfindung einfallen lassen, um das möglich zu machen. Es handelt sich allerdings um technisch unglaublich anspruchsvolle und komplizierte Missionskonzepte. Theoretisch können wir durch das Eis bohren und direkt in diese Ozeane gelangen. Wir müssen dafür  nichts Verrücktes wie den Warpantrieb erfinden. Die bedeutendste Einschränkung ist, ein entsprechendes Missionsprogramm aufrechterhalten zu können, das uns im Laufe der nächsten Jahrzehnte dorthin bringen kann.

Aktuell, also lange bevor wir in einen fremden Ozean jenseits der Erde eintauchen, werden wir in unserem eigenen Meer alle möglichen Entwicklungen und Tests neuer Technologien durchführen müssen. Das ist einer der wirklich tollen Aspekte daran: dass die Entwicklung jener Werkzeuge, die für die Erforschung jenseits der Erde benötigt werden, gleichzeitig zur Forschung und zu Entdeckungen hier auf der Erde beitragen.