Unternehmenshistorie: Studie zeigt: Continental war ein Stützpfeiler der NS-Wirtschaft – Handelsblatt

Unternehmenshistorie: Studie zeigt: Continental war ein Stützpfeiler der NS-Wirtschaft – Handelsblatt

Conti-Prüflabor in den 30er-Jahren in Hannover

Jüdische Mitarbeiter wurden nach und nach aus dem Unternehmen herausgedrängt.



(Foto:& dpa)

Düsseldorf Für Continental-Chef Elmar Degenhart ist es das „dunkelste Kapitel“ in der Unternehmensgeschichte. An die 10.000 Zwangsarbeiter schufteten in den 1940er-Jahren für den Reifenkonzern und Autozulieferer aus Hannover. Aus dem früheren Hersteller von Gummi- und Kautschukprodukten für den Alltag war unter der Herrschaft der Nationalsozialisten ein unverzichtbarer Rüstungskonzern geworden.

Viele große deutsche Unternehmen haben bereits vor längerer Zeit ihre Forschungsberichte zu der eigenen NS-Historie vorgelegt. Volkswagen, Daimler oder etwa die Deutsche Bank sind die bekanntesten Beispiele dafür. Continental hat an diesem Donnerstag nachgezogen. In einer Pressekonferenz präsentierte der Zulieferkonzern die eigene Verstrickung mit dem NS-Regime.